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Sexualität ist ein wesentlicher Aspekt der körperlichen und seelischen Gesundheit und damit auch der Lebensqualität.

Die Sexualität ist sehr vielschichtig. Sie wird beeinflusst von

  • biologischen, psychologischen und sozialen Anteilen,
  • vom Wissen über Sexualität und von dem, was man sexuell gelernt hat,
  • von Denkmustern und Normen,
  • der Beziehungsfähigkeit usw.

Veränderungen oder Verunsicherungen in einem dieser Bereiche können zu sexuellen Funktionsstörungen führen.

Die Sexualmedizin befasst sich mit der Sexualität des Menschen und ihrer Veränderung. Solche Veränderungen können die sexuellen Funktionen ebenso betreffen wie das sexuelle Erleben oder Verhalten.

Geschlechtsidentitätsstörungen, Störungen bei der Findung der sexuellen Identität wie auch Veränderungen, die infolge einer Krankheit und/oder deren Behandlung auftreten gehören ebenso dazu wie Veränderungen nach sexueller Traumatisierung.

Erkrankungen, die sich auf sie Sexualität auswirken sind z.B.: Prostatacarzinom, andere urologische Erkrankungen, gynäkologische Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen wie  Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose, Erkrankungen des Bewegungsapparates, schwere Allgemeinerkrankungen insbesondere Krebserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus , Depressionen uvm. 

Die betroffenen Personen bilden hier keineswegs eine Randgruppe der Bevölkerung. Ungefähr 30% der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens länger als 6 Monate unter einer behandlungsbedürftigen Veränderung.

In der Sexualität gibt es einen sexuellen Reflex der angeboren ist, allerdings ist das meiste erlernt, auch wenn man sich dessen nicht mehr bewusst ist. Sexualität ist ein lebenslanger Lernprozess.

Sexualität ist immer in einen gesellschaftlichen Kontext eingebettet. Das heisst je nachdem wie man aufgewachsen ist oder wo man lebt, gibt es bestimmte Wünsche, Vorstellungen und Ansprüche an die eigene Sexualität und die seiner Mitmenschen.


Immer spielen aber in der Sexualität die Lust, die Beziehung und die Reproduktion (Fortpflanzung) eine Rolle. Dabei ist die Gewichtung natürlich stets unterschiedlich, je nach Lebenssituation. Der Lustgewinn durch sexuelles Erleben ist oft ein zentrales Thema in der Sexualtherapie.

Genauso wichtig ist oft die Beziehungsdimension, da mit ihr  Grundbedürfnisse von Nähe, Akzeptanz, Sicherheit und Geborgenheit, mittels Sexualität gestillt werden können.

Sowohl kranke  wie auch gesunde Menschen können aus den verschiedensten Gründen unzufrieden mit ihrer Sexualität sein.

Häufig kommen die Menschen wegen sexueller Funktionsstörungen in die Sprechstunde:

Diese sind beim Mann:

  • Lustlosigkeit
  • Erektionsstörungen
  • Ejakulatio praecox (vorzeitiger Samenerguss)
  • verzögerte oder fehlende Ejakulation.



Diese sind  bei der Frau:

  • Lustlosigkeit
  • Vaginismus (Scheidenkrampf)
  • Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr)
  • Orgasmusschwierigkeiten



Dabei bestehen auch häufig Überschneidungen zwischen den verschiedenen sexualmedizinischen Veränderungen.

Die Veränderungen können seit Beginn der sexuellen Erfahrung bestehen, oder erst später aufgetreten sein. Sie können immer auftreten oder nur in bestimmten Situationen, bei bestimmten Partnern oder bestimmten Praktiken.

 




 
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